Hier, wo der Wahnsinn ein Zuhause gefunden hat!

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Starke Nerven waren außerhalb des Spielfeldes gefragt, auch bei unserm Coach Uwe Wess.

Also, wer in den vergangenen Wochen den Spielen der SG Mandern/Waldweiler fern geblieben ist, der wird sich ganz schön ärgern. Was man in den letzten Wochen an unglücklichen Gegentreffern, begeisternden Traumtoren, Aufholjagten und hochspannenden Spielen zu sehen bekommen hat, bekommt man andernorts in 2 Jahren nicht geboten. Zugegeben, das Team um Uwe Wess hätte sich 7 Punkte nach vier Spielen auch entspannter vorstellen können, denn ständig einem mehrfachen Rückstand hinterher zu rennen, zehrt ganz schön an den Kräften. Und leider war es gegen den SV Kell wieder einmal so. Nach 90 Sekunden klingelte es bereits durch Johannes Huwer im Kasten der SG Mandern/Waldweiler.  „Kaum zu glauben, dass uns das schon wieder passiert“, werden die meisten der 350 Zuschauer denken.  Wie wird die SG nun reagieren? Es dauerte bis zur 9. Minute bis es Julian Flesch mal mit einem Distanzschuss versucht. Leider war dies in der Anfangsviertelstunde das einzige offensive Lebenszeichen. Nach 16 Minuten kam dann aber etwas Hoffnung auf, als eine tolle schnelle Kombination zwischen Jan Zender, Michael Marx und Julian Flesch nur auf Kosten einer Ecke von Kell abgewehrt werden konnte.  Nach 21 Minuten meldete sich der SV Kell dann nochmal mit einer guten Möglichkeit aus der Distanz. Die guten und gefährlichen Angriffe des SV Kell konnten einem in der 1. Halbzeit schon einige Falten auf die Stirn bringen. Auch in der 28. Minute hatten sie eine Riesenchance, die Kevin Kundler zunächst abklatschen ließ, anschließend dann aber glänzend parierte. Jedoch kann man sagen, dass die SG Mandern/Waldweiler in dieser Phase das Spiel besser in den Griff bekam. Aber genau in dieser Phase erzielte Kell das verdiente 2:0. Erneut war es Johannes  Huwer, der nach einem verunglückten Befreiungsschlag den Ball rund 30 Meter vor dem Tor erwischte und in vollem Tempo unsere Abwehr alt aussehen ließ – und dann aus rund 16 Meter das zweite Keller Tor erzielte.  Kurz danach pfiff der gut leitende Jens Kaufmann zur Halbzeit. Durchatmen und auf die eigenen Stärken konzentrieren war dann das Motto in der Halbzeit. Die SG hat schon mal einen Rückstand zu Hause aufgeholt und mit dem tollen Publikum im Rücken könnte dies erneut möglich sein. Allerdings würde dazu ein schnelles Tor nötig sein.

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Mit Daniel Körner (5) und den Umstellungen in der HZ kam die SG besser in die Partie!

Mit Wiederanpfiff kam Daniel Körner in die Partie und das System wurde dem Rückstand angepasst. Plötzlich hatten wir deutlich mehr Präsenz auf dem Feld. Die 48. Minute und das schnelle Tor waren dann da. Nach einer Ecke von Julian Flesch erzielte der kopfballstarke Simon Marx den 1:2-Anschlusstreffer. Und allen, auch den Kellern, war klar, was hier heute passieren könnte. Diese Druckphase bekamen unsere Gäste allerdings durch punktuell gefährliche Konter nach kurzer Zeit auch wieder in den Griff. In der 58. Minute muss das 3:1 für Kell fallen, als nach einer Ping-Pong-Kombination der Ball aus drei Metern fünf Meter übers Tor befördert wurde. Kevin Kundler wehrte kurze Zeit später eine hundertprozentige Chance des SV Kell ab und hielt uns weiter im Spiel.

Dann die 75. Minute! Michael Marx konnte aus dem Getümmel den Ball erwischen und plötzlich war der Ball im Tor. Der Jubel war grenzenlos. In der 77. Minute kam dann Yannik Marx in die Partie und er sollte rund 180 Sekunden später für den absoluten Freudentaumel sorgen. Nach einer Ecke von Julian Flesch köpfte er schulbuchmäßig den Ball unhaltbar in die Maschen. Kurios war dann zum Ende auch noch, dass der Keller Torhüter Timo Philippi gelb-rot sah – nach einem Handspiel. Kurz zuvor sah er gelb wegen Meckern. Den daraus resultierenden Freistoß knallte Daniel Körner ans Lattenkreuz. Dann der Abpfiff  – und die Party des glücklichen Derbysiegers ging los. Sicherlich bitter für die Keller, die lange Zeit wie die sicheren Sieger aussahen und über weite Strecken der Partie das bessere Team waren. Aber die Moral unserer Truppe ist momentan außerordentlich und rechtfertigt den Sieg irgendwie auch.

Am kommenden Mittwoch treffen unsere Jungs dann in der 2. Pokalrunde auf den A-Ligisten Ralingen und am Wochenende müssen wir zur SG Fell.

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